Aktuelle Ausgabe
Das erste Heft der ZfBeg online hat eine deutliche Zielrichtung: die aktuelle Situation der demokratischen Zivilgesellschaften und ihre Förderung. Demokratiebildung ist in einer zunehmend diversen Gesellschaft auch eine Frage der religiösen Bildung. Religion und Kultur sind vielfältig aufeinander bezogen. Interkulturelle und insbesondere interreligiöse Kompetenz sind Schlüsselqualifikationen, die Menschen befähigen, mit den Chancen und Herausforderungen umzugehen, die aus der zunehmenden Diversität resultieren. Die Beiträge des vorliegenden Bandes stimmen darin überein, dass religiöse Bildung einen wesentlichen Beitrag leistet, um in religiös und kulturell vielfältigen Gesellschaften Empathie und Dialogfähigkeit zu fördern und dadurch zur Stabilität und Kohäsion von Zivilgesellschaften beizutragen. Mit einer österreichischen Autorin und einem polnischen Autor integriert das Thema größere europäische Räume und bietet Gelegenheit zur Reflexion von Ähnlichkeiten und Unterschieden in der Weise, wie christliche, jüdische und muslimische religiöse Bildung in demokratischen Gesellschaften konstruktiv und kritisch organisiert werden kann. Genauso wenig wie die Religionen nur nebeneinander wirksam sind, so sehr sind auch die Räume und Zivilgesellschaften Europas füreinander vermittelt. Diese faktische Interdependenz darf nicht mit Gestaltungseuphorie übertünchen, dass der Zusammenhang konfliktbehaftet ist, bezogen auf die Geltung von Religionen überhaupt und die Ansprüche und Realisierung demokratischer Prinzipien. Am Verständnis dieser Relationalität, sowie den Möglichkeiten religiösen Ausdrucks und religiöser Bildung arbeiten die Essays dieses Hefts.
Die hier veröffentlichen Beiträge von Sonja Danner, Boguslav Milerski, Traugott Schächtele, Reinhold Boschki und Jürgen Rausch sind im Kontext eines Fachtags an der Evangelischen Hochschule Freiburg entstanden, der anlässlich der Verabschiedung von Wilhelm Schwendemann in den Ruhestand am 25.06.25 veranstaltet wurde. Canan Balaban und Jessica Hösel haben dankenswerterweise mit ihren Essays interreligiöse Perspektiven eröffnet.
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